Private Krankenversicherung
Einleitend sollte zunächst das Modell der privaten Krankenversicherung beleuchtet werden. In Deutschland wird grundsätzlich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung unterschieden, wobei nur ein geringer Anteil von etwa 10 % aller Deutschen privat versichert ist. Wer das Privileg einer privaten Krankenversicherung genießen darf, hat der Gesetzgeber zu entscheiden.
Dass die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Industriestaaten noch relativ niedrig sind, ist unter anderem auch ein Verdienst der privaten Krankenversicherung, denn ihre „Kunden” zahlen für den Großteil der Leistungen mehr Geld, wodurch ein beträchtlicher Anteil gespart werden kann, den man dann wiederum für Forschungszwecke verwenden kann.
Ein Schlagwort, dass in Zusammenhang mit der privaten Krankenversicherung immer wieder zu hören ist, ist die Altersrückstellung. Damit ist gemeint, dass private Krankenkassen schon seit Jahren immer wieder Altersrückstellungen bilden, um Arbeitnehmer, wenn sie einmal in Rente sind, finanziell zu entlasten und deswegen weniger hohe Beiträge zahlen müssen.
Jedes Jahr, dass ein Arbeitnehmer versichert ist, reduziert seinen Beitragssatz, wenn er in Rente ist, dann um 1 bis 1,5 %. Zusammengerechnet kommen so bei einer Mitgliedschaft von 30 Jahren schnell Vergünstigungen von 30 ? 45 % zu Stande. Es ist also für eine PKV (Private Krankenversicherung) besser, wenn man sich möglichst frühzeitig für eine private Absicherung entscheidet.
Doch es wird nicht nur von Altersrückstellung gesprochen, wenn man über die PKV diskutiert; es fallen auch noch Begriffe wie z.B. die Beitragskalkulation. Bei der Berechnung der Beiträge der PKV wird nach dem Äquivalenzprinzip verfahren. Anders als bei der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) errechnet sich der Beitrag bei der PKV danach, wie viele bzw. wie kostspielig die Leistungen sind, die der Kunde in Anspruch nimmt. Sprich, wenn man z.B. auf Krebsvorsorge verzichtet, spart man damit bei der PKV bares Geld. Bei der GKV hingegen orientiert sich die Höhe des Beitrags am Einkommen des Arbeitnehmers.