Versicherungswissen

Gesetzliche Altersvorsorge

Die gesetzliche Rentenversicherung wurde ursprünglich auf der Basis des Generationenvertrages aufgebaut. Gemeint ist damit, dass die aktuell Erwerbstätigen mit ihren Beiträgen die Rente der Älteren bezahlen. So sollte es sich Generation um Generation weiter fortsetzen.

Angesichts des dramatischen demographischen Wandels in der deutschen Gesellschaft kippt dieses System jedoch immer mehr. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beitragszahlern und -empfängern ist bereits jetzt nicht mehr gegeben, und ab 2015 erwarten Fachleute besonders einschneidende Veränderungen.
Dies ist genau der Zeitpunkt, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und die aufgrund des Pillenknicks nachfolgenen schwachen Jahrgänge die hauptsächlichen Beitragszahler sein werden.

Vermutlich um 2030 wird dieses Problem seinen Höhepunkt erreichen. Noch kann man nicht abschließend sagen, welche Auswirkungen diese demographischen Veränderungen insgesamt auf die Sozialsysteme haben werden. Dies hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie sich die Zahl der Geburten entwickeln wird. Als sicher gilt jedoch, dass es keinen drastischen Anstieg der Geburtenzahlen geben wird, auch wenn die aktuelle Politik bemüht ist, dem demographischen Wandel mit kinder- und familienfördernden Maßnahmen entgegenzuwirken.

Deshalb verkünden Politiker immer neue Vorschläge, wie die Rente im Alter sicherer gemacht werden kann. Prognosen gehen davon aus, dass spätestens 2020 für diejenigen, die keine private Zusatzvorsorge getroffen haben, das Alterseinkommen geringer ausfallen wird.

Mittlerweile glauben länst nicht nur Fachleute, dass die Höhe der gesetzlichen Renten nicht abgesichert ist. Wer also im Alter nicht am unteren Ende der Einkommensskala stehen will, muss heute etwas dagegen tun. Durchschnittlichen stehen einem bundesdeutschen Haushalt 70.000 Euro Vermögen zur Verfügung. Trotzdem denkt längst nicht jeder über die private Altersvorsorge nach. Etwa jeder Fünft spart, trotz vorhandener finanzieller Möglichkeiten gar nichts.

Damit Sie später nicht im Regen stehen, sollten Sie heute an eine an Ihre Familiensituation, den Beruf und die Vermögenslage angepasste Vorsorge denken.